

Filics ist ein 2019 in München gegründetes Startup, das sich auf autonome Intralogistik spezialisiert hat. Hervorgegangen aus der Technischen Universität München, entwickelt Filics vom Standort München aus innovative Lösungen für den automatisierten Materialtransport in der Industrie – mit dem Filics Streamliner als Flaggschiffprodukt.
Der Name „Filics" steht für „Future in Logistics" und spiegelt den Anspruch des Unternehmens wider, die Intralogistik von morgen zu gestalten. Heute beschäftigt Filics mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in München und ganz Europa, Tendenz stark steigend. 2025 konnte das Unternehmen eine bedeutende Finanzierungsrunde mit renommierten Investoren und Venture-Capital-Partnern abschließen – ein Meilenstein, der das weitere Wachstum und die Produktentwicklung gezielt beschleunigt.
Der Filics Streamliner wird am Unternehmensstandort in München gefertigt. Fast alle wesentlichen Komponenten – darunter Antriebstechnik, Motoren und Rahmen – stammen von führenden deutschen Herstellern. Lediglich einzelne Teile wie Leiterplatten und Batterien werden international bezogen.
Der Filics Streamliner, bestehend aus zwei Kufen, transportiert Ladungen bis zu 800 Kilogramm. Eine Erhöhung der maximalen Traglast ist für zukünftige Versionen geplant.
Die wichtigsten technische Spezifikationen, Leistungsdaten sowie Anforderungen an minimale und ideale Gangbreiten finden Sie hier, in unserem Datenblatt zum Filics Streamliner.
Der Filics Streamliner ist speziell auf das EPAL-Maß konzipiert und unterstützt derzeit die EPAL- und H1-Paletten. Das Ladungsträgerspektrum wird kontinuierlich erweitert, sodass zukünftig auch weitere Ladungsträger, die mit der Kufe unterfahren werden können, transportiert werden. Im Fokus stehen dabei Gitterboxen und Rollwägen.
Der Filics Streamliner passt sich den bestehenden Gegebenheiten an und erfordert keine umfangreichen Implementierungsmaßnahmen. Der Streamliner ist für den reinen Indoorbetrieb ausgelegt und benötigt glatte, ebene Böden sowie stabiles, flächendeckendes WLAN.
Transportaufträge werden über ein benutzerfreundliches Front-End auf jedem Endgerät mit wenigen Klicks erstellt. Eine Anbindung an ein WMS-System ist geplant. Der Filics Streamliner unterstützt zudem den innerbetrieblichen Milk Run, bei dem sie regelmäßig vordefinierte Zonen anfährt, und bei Bedarf zum Zielort zu transportiert.
Ja. Über die Filics Benutzeroberfläche können Kunden eigenständig neue Aufträge erstellen, Abhol- und Anlieferzonen auf der Karte einzeichnen sowie Transportwege – sogenannte Highways – selbst festlegen. Die intuitive Oberfläche ist browserbasiert, auf jedem Endgerät nutzbar und erfordert keinerlei Programmierkenntnisse. Anpassungen können jederzeit selbstständig vorgenommen werden – bei Bedarf steht das Filics Support-Team selbstverständlich zur Verfügung.
Ja - Teile des VDA5050-Standards sind bereits in den Filics Streamliner integriert. Die vollständige Implementierung befindet sich aktuell in Entwicklung.
Der Filics Streamliner fährt automatisch die Ladestation an – entweder bei Bedarf oder wenn keine Aufträge vorliegen. Ein vollständiger Ladevorgang dauert rund 30 Minuten. Je nach Ladungsgewicht und Anwendungsfall sind anschließend bis zu 6 Stunden Betrieb möglich.
In unseren Robotern kommen Lithium-Eisenphosphat-Akkus (LiFePO₄) zum Einsatz. Diese Akku-Technologie gilt als deutlich sicherer als herkömmliche Lithium-Ionen-Akkus: Sie ist thermisch besonders stabil und weist ein erheblich geringeres Brandrisiko auf. Selbst für den Fall, dass der Akku mechanisch beschädigt würde, etwa durch einen spitzen Gegenstand, käme es nicht zu einer Entzündung. Eine Beschädigung der Akkus ist durch den stabilen Stahlrahmen des Systems jedoch von Grund auf sehr unwahrscheinlich. Damit bieten unsere Kufen auch in puncto Energiespeicher ein Höchstmaß an Sicherheit, gerade im sensiblen Umfeld eines geteilten Arbeitsraums.
Der Filics Streamliner erfüllt alle Sicherheitsanforderungen gemäß der DIN EN ISO 3691-4 und ist CE zertifiziert. Er ist mit Blue Spots, LEDs, akustischen Signalen und Umgebungssensoren ausgestattet, um eine sichere Kommunikation mit dem Menschen zu gewährleisten.
Befindet sich eine Person oder ein Objekt auf der Route der Kufen, bremsen diese in Relation zu ihrer derzeitigen Geschwindigkeit ab. Spätestens aber bei einem Abstand von 10 cm bleiben sie final stehen. Sobald das Hindernis aus dem Weg ist, fahren die Roboter von selbst wieder weiter.
Ja, auf der Karte der Halle in unserer Software können bestimmte Zonen, wie z.B. „Zebrastreifen“/ Fußgängerüberwege, Kreuzungen oder Gefahrenzonen eingezeichnet werden. Es kann festgelegt werden, ob in diesen Zonen die Roboter entweder langsamer fahren, innerhalb der Zone nicht anhalten (wie z.B. bei Feuerschutztoren) oder diese gar nicht erst durchfahren sollen (z.B. Treppenabgänge, sonstige Bereitstellungsflächen).
Der Streamliner läuft vollständig im kundeneigenen Netzwerk, und auch die gesamte Steuerungslogik wird direkt auf dem Roboter vor Ort verarbeitet. Das bedeutet: Die Betriebsdaten verlassen zu keinem Zeitpunkt die Umgebung, und unsere KundInnen behalten die volle Kontrolle über Zugriffe, Schnittstellen und Sicherheitsstandards, ganz nach ihren internen Richtlinien. Darüber hinaus ist Filics auf die Anforderungen des Cyber Resilience Act (CRA) vorbereitet. So stellen wir sicher, dass unser System auch in Zukunft den steigenden regulatorischen und sicherheitstechnischen Anforderungen entspricht.
Ja. In Deutschland und Österreich übernimmt Filics Implementierung, Service und Wartung mit eigenem Fachpersonal. In anderen Ländern arbeitet Filics mit starken, lokalen Partnern zusammen. Diese übernehmen vor Ort Vertrieb, Implementierung sowie Service und Wartung.
Je nach Anwendungsfall und Schichtmodell ist ein Return on Invest von rund 12 bis 18 Monaten möglich.
Der Filics Streamliner ist sowohl zum Kauf als auch zur Miete erhältlich. Eine Leasingoption befindet sich derzeit in Planung und wird in Zukunft angeboten. Für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne über unser Kontaktformular.
Ist lediglich die Ladung auf der Palette foliert, kann der Streamliner die Palette problemlos transportieren. Die Palettenfüße müssen jedoch folienfrei bleiben, ansonsten kann die Palette nicht zuverlässig erkannt und lokalisiert werden. Ein Durchstechen der Folie - wie mit einem beherzt eingeschobenen Gabelhubwagen - ist nicht möglich.
Nein. Aus sicherheitstechnischen Gründen muss die Ladung innerhalb der Palettenmaße bleiben. Überstehende Ladung wird von den Sicherheitssystemen des Streamliners nicht abgedeckt und darf deshalb nicht transportiert werden.
Aktuell nicht. Der Filics Streamliner ist darauf ausgelegt, mit zwei synchron arbeitenden Einheiten Europaletten und vergleichbare Ladungsträger zu transportieren. Die Kombination von vier, sechs oder mehr Filics Robotern für besonders große oder schwere Ladungsträger ist zwar theoretisch denkbar und könnte langfristig Teil der Produktentwicklung werden. Im nächsten Entwicklungsschritt steht aber zunächst der Transport von Halbpaletten und kleinen Rollwägen mit einer einzelnen Roboterkufe im Fokus.
Nein. Der Filics Streamliner ist ausschließlich für den Einsatz in geschlossenen Räumen und Hallen konzipiert. Ein Betrieb im Freien, z.B. von einer Halle über den Hof in die nächste Halle, ist nicht vorgesehen.
Es gibt mehrere Möglichkeiten: Auf zahlreichen Messen und Events können Sie den Filics Streamliner live in Aktion erleben – eine Übersicht aller anstehenden Veranstaltungen finden Sie hier auf unserer Website. Darüber hinaus kommen wir gerne zu Ihnen und führen eine Live-Demonstration direkt in Ihrer Lager- oder Produktionshalle durch. Schildern Sie uns dazu Ihren Anwendungsfall über unser Kontaktformular.
Fester Bestandteil jedes Projekts ist zudem ein einwöchiger Proof of Concept: Dabei wird der vereinbarte Anwendungsfall von unserem Personal vor Ort ausgiebig getestet, bevor die eigentliche Implementierung beginnt.
